Hilfe, mein Berufsbild verändert sich!

Können in naher Zukunft Maschinen meine beruflichen Tätigkeiten ersetzen? Die Folgen der Digitalisierung und damit die Substituierbarkeitspotenziale der Berufe in Deutschland untersuchte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Jahr 2015.

Herausgekommen ist eine interessante Studie mit wenig positiven Ergebnissen für einige Berufsgruppen: Bei rund 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnten bereits zum Zeitpunkt der Studie mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten durch Computer ersetzt werden – sie sind also in einem Beruf beschäftigt, der einem sehr hohen Substituierbarkeitspotenzial ausgesetzt ist. 

Zwei Beispiele: 

Ein(e) Techniker/in im Bereich Umweltschutz hat lediglich ein Substituierungspotential von knapp 27 Prozent. Wohingegen sich ein(e) Kontokorrentbuchhalter/in mit über 59 Prozent mit einem mehr als doppelt so hohen Potential konfrontiert sieht. Das Berufsfeld Finanz- und Rechnungswesen / Buchhaltung hat mit 69,9 Prozent sogar fast schon ein hohes Substituierbarkeitspotenzial!

In jedem Fall steht fest, dass die fortschreitende Digitalisierung außerordentliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben wird. Regelrechte Beschäftigungsrisiken zeigen sich in einigen Berufsgruppen deutlich und einige Berufe werden sich in den kommenden Jahren sehr stark verändern. Aus diesem Grund muss gerade in den Dienstleistungsberufen mit hohem Substituierbarkeitspotential der Fokus bereits jetzt mehr und mehr auf die persönliche und individuelle Beratung von Kunden gelegt werden. Zum einen natürlich, um sich als Berater erfolgreich zu positionieren und den eigenen Mehrwert deutlich aufzuzeigen - zum anderen aber auch, um Kunden über den richtigen Umgang mit der Digitalisierung zu informieren und auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten, z.B. durch die Unterstützung bei der Auswahl und Einführung geeigneter Programme.

Die komplette Studie des IAB finden Sie hier:

http://doku.iab.de/forschungsbericht/2015/fb1115.pdf